er fährt los. und wieder endet ein tag. wieder fahr ich vorbei an all den stationen, an denen ich nie aussteigen werde. menschen kommen und gehen: genervte, beschäftigte, schläfrige. jeder hat seine eigene geschichte, die sein nebenmann niemals hören wird.
eine anonymität, die den raum still durchzieht, angenehm und erwünscht.
wenn ich einsteige, versinke auch ich in meiner eigenen welt.
ich seh' aus dem fenster, versuche so weit an den horizont zu kommen bis meine augen vom sonnenlicht langsam zu brennen anfangen.
ich sehe felder, wege, bäume, büsche, sogar einzelne grashalme... und wieder bin ich in meinem eigenen kleinen reich und grüble über mein leben, meine zukunft.
tausend andere welten ziehen täglich an mir vorbei. aber hier interessiere ich mich nur für mich.
ich stelle mir vor, wie es wäre auf all den vorbeiziehenden pfaden zu wandern und genieße den schein der sonne auf meinem blatt und den anblick des schattens den der stift und meine hand darauf abbilden.
ich wünschte das wär' von mir.
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